Internationale Sommerkonzerte 2003 - Nachtorgel bei Kerzenschein

Orgelsommer in DornumAndreas Böhlen, geb. 1983 in Würzburg. Erster Blockflötenunterricht bei Adele Weikelt in Norden, danach in Bremen bei Ulrike Petritzki, u.a. als Jungstudent an der Hochschule für Künste. Ab 2001 an der Hochschule für Musik in Köln bei Prof. Günther Höller. Weiterführende Studien bei Susanna Borsch, Amsterdam. Mehrfacher Preisträger bei "Jugend musiziert", u.a. 1. Preis beim Bundeswettbewerb 2000 in Berlin. Konzerte in Deutschland und Paris. Rundfunkaufnahmen. Neben der Blockflöte widmet sich Andreas Böhlen dem Jazz-Saxophon. Seit 2001 Mitglied im Jugendjazzorchester Niedersachsen unter der Leitung von Prof. Bernhard Mergner.

Christoph Otto Beyer studierte Schulmusik und Cello bei Ulf Tischbirek und Klaus Storck in Hannover (Künstlerische Reifeprüfung 1994), 1992-97 Lehrauftrag an der Musikhochschule Hannover. Mitglied des Lamberti-Streichquartetts Aurich und Leiter des Ostfriesischen Kammerorchesters. Rege Konzerttätigkeit, auch auf historischen Instrumenten, CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.

Reinhard Böhlen ist Mitbegründer der Cembalo-Akademie Ostfriesland. Langjährige Beschäftigung mit Alter Musik und historischer Aufführungspraxis, regelmäßige Konzerttätigkeit in verschiedenen Kammermusikensembles, Teilnahme an Meisterkursen bei Bob van Asperen.

Andreas Liebig, geb. 1962 in Gütersloh. Nach Kirchenmusikstudium in Herford (u.a. bei Burghard Schloemann) von 1983 - 89 Orgel-, Klavier- und Musiktheoriestudium an der Stuttgarter Musikhochschule u.a. bei Ludger Lohmann, Adu Frederica Faiss, Heinrich Deppert und Helmut Lachenmann, in Paris bei Daniel Roth, in Lübeck bei Martin Haselböck und in Freiburg bei Zsigmond Szathmáry. 1988 Auszeichnung mit ersten Preisen bei den internationalen Orgelwettbewerben in Dublin und Odense. Lehrauftrag für künstlerisches Orgelspiel an den Musikhochschulen in Lübeck und Oslo. Kantor und Organist in Dänemark und Norwegen und Leitung mehrerer erfolgreicher Festivals und Konzertreihen. 1996-2001 Kantor an der sog. Nordkantkatedrale in Oslo und Dirigent des Osloer Bach Ensembles. Einladungen zu zahlreichen Festivals samt rege Konzerttätigkeit, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie Meisterkurse in den meisten europäischen Ländern, in Asien und den USA mit umfangreichen Repertoire vom Robertsbridge Codex bis zur Avantgarde. Komposition von Liedern, Klavier-, Orgel- und Kammermusikwerken. www.andreasliebig.org

Francesco Di Lernia, geb. 1962, studierte Orgel in Foggia und Bologna und an der Lübecker Musikhochschule bei Martin Haselböck (Konzertexamen mit Auszeichnung). Als Konzertorganist hat er bei einigen der bedeutendsten Orgelfestivals in Europa, den USA und in Asien sowohl als Solist als auch mit orchester wie der Wiener Akademie, dem Jugendsymphonieorchester Europas und den Wiener Philharmonikern mitgewirkt. Radio-, Fernseh- und CD-Aufnahmen (Jubal Records, Novalis, Dynamic, E Lucevan Le Stelle). Herausgeber sämtlicher Orgelwerke Johann Kaspar Kerlls und Antonio Caldaras bei Universal Edition Wien. Meisterkurse zur italienischen und süddeutschen Musik der Renaissance und des Barock (Istituto dell'Organo Storico Italiano, Attersee Barock Akademie, Sächsisch-Thüringische Orgelakademie, etc.).'
Zur Zeit wirkt er als Professor des Musikkonservatoriums zu Campobasso und als Direktor des von ihm 1995 gegründeten Internationalen Orgelfestivals in Bari.
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Matthias Schneider, geb. in Münster/Westfalen, ist Professor für Kirchenmusik (mit Schwerpunkt Künstlerisches Orgelspiel und Improvisation) an der Universität Greifswald. Schneider leitet die "Greifswalder Sommerakademie Orgel", die er 1996 ins Leben rief, und ist in gleicher Weise als Interpret und Musikwissenschaftler gefragt. Zentral in Forschung und Aufführung ist die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts für Tasteninstrumente. Neben der Barockmusik trat er ebenso mit (Ur-)Aufführungen neuer Musik als Solist und in verschiedenen Ensembles auf. Regelmäßige Teilnahme an internationalen und Tätigkeit als Juror. Schneider studierte an Musikhochschulen und Universitäten in Münster, Essen (Folkwang-Hochschule) und Basel (Kirchenmusik, Musikwissenschaft, 1995 Promotion), Besuchr zahlreiche Meisterkurse. 1984 - 1993 Bezirkskantor in Schopfheim (Südbaden) und Musikwissenschaftler an der Universität Basel. 1989 - 1995 Leitung einer Orgelklasse in Heidelberg. Neuere Veröffentlichungen: "Buxtehudes Choralfantasien - Textdeutung oder phantastischer Stil?" (Bärenreiter, Kassel 1997), CD "Johann Sebastian Bach ? Orgelmusik, die unter Bachs Namen überliefert ist" (Silbermann-Orgel Glauchau; ambitus, Hamburg 2000). Edition der Tastenmusik von Paul Siefert (in Vorbereitung).

Bas de Vroome studierte Orgel und Kirchenmusik am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam und Carillon an der niederländischen Carillonschule in Amersfort. Er gewann acht erste und zweite Preise u.a. bei den internationalen Festivals in deventer (1981), Nimegen (1984), St. Albans (1987), und Roselaire (1989). 1994 gewann er außerdem den zweiten internationalen Carillon-Wettbewerb in Groningen. Bas de Vroome ist Organist der reformierten Kirche an den historischen romantischen Orgeln in der Nieuwe Kerk (Bätz 1839) un der Oude Kerk (Witte 1857) in Delft. Seit 1994 unterrichtet er Orgelspiel am Rotterdammer Konservatorium. Er ist außerdem Carilloneur in Vlaadingen, Rijnsburg und Spijkernisse. Seine beiden Konzerte beim 2. Krummhörner Orgelfrühling 2002 wurden von Publikum und Kritik mit Begeisterung aufgenommen.
"Ein geistvoller Spieler" (Piet Kee).

Peter Westerbrink, geboren 1957, ist Organist an der weltberühmten Schnitger-Orgel in der Der Aa-kerk in Groningen. Er studierte Orgel (bei Wim van Beek), Kirchenmusik und Schulmu-sik in Gro-nin-gen und Leeuwarden. Als Kirchen-organist arbeitet er an der Schnit-ger-Orgel in Noord-broek. Seit 1990 Leiter der Internationalen Groninger Orgelakademie (SIOG) und ein vielbeschäftigter Dozent für Musik der Renaissance und des Barock. Konzertreisen, Meisterklassen und Gastdozenturen führten ihn in die meisten Länder Europas und nach Amerika. Er machte viele Aufnahmen, die CD "Orgelkultur in Groningen" (1992) wurde mit einem geteilten "Edison" ausgezeichnet. 1996 CD mit norddeutscher Orgelmusik in Noordbroek, 1999 an der von-Holy-Orgel in Dornum. In diesem Jahr erschien seine neue CD, eingespielt an der von-Holy-Orgel in Marienhafe. Peter Westerbrink ist zusammen mit Harald Vogel für das künstlerische Programm des internationalen Dollard-Festivals in Groningen und Ost-Friesland verantwortlich. Orgelproduzent / Rundfunkmitarbeiter beim NCRV und verantwortlich für viele Orgelprogramme im Niederländischen Rundfunk.

Wolfgang Baumgratz wurde 1948 in Meersburg / Bodensee geboren. Kirchenmusikstudium in Heidelberg und Freiburg (Orgel bei Wolfgang Dallmann und Ludwig Doerr). 1976 A-Examen für Evangelische Kirchenmusik. 1976 his 1978 Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes zum Orgelstudium bei Albert de Klerk in Amsterdam (Repertoire und Improvisation). 1978 Solistenexamen als Konzertorganist. Meisterkurse bei Tagliavini, Kooiman, Roth, M.- C. Alain und Langlais. 1979 Domorganist in Bremen. Seit 1980 Orgellehrer an der Hochschule für Künste Bremen (1984 Professor), seit 1989 Leiter der Kirchenmusik-Abteilung. 1990-92 Dirigent des Bach-Chores Delmenhorst/ Bremen. Umfangreiche Konzerttätigkeit in ganz Europa. Solist und Jury-Mitglied bei vielen Orgelfestivals bzw. internationalen Orgelwettbewerben. Zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen mit einem alle Epochen umfassenden Repertoire und mit Improvisationen. 1990 Vizepräsident der Internationalen Gesellschaft der Orgelfreunde, seit 1998 Präsident.

Yuichiro Shiina, geboren 1974 in Tokio, studierte an der Staatlichen Universität für Musik und Bildende Kunst Tokio Klavier und Orgel bei Prof. Tugui Hirono. Von 1999 bis 2003 studierte er in der Klasse von Prof. Michael Radulescu an der Universität für Musik und Darstellende Künste in Wien und seit 2001 Orgel und Cembalo bei Prof. Dr. Jean-Claude Zehnder. Er besuchte Meisterkurse bei Michel Chapuis, Zsigmond Szathmáry, Harald Vogel und Wolfgang Zerer. 1997 wurde er als jüngster Teilnehmer 2. Preisträger beim Internationalen Orgelwettbewerb in Dallas /USA, 3. Preis im Bachjahr 2000 beim XII. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig. 2002 erhielt er den 1. Preis beim Arp-Schnitger-Wettbewerb des NDR. Er konzertierte in Japan, in Deutschland, in der Schweiz und in den USA. Er ist Organist in der Harajukukirche und an der John-Brombaugh-Orgel des Toyota City Konzertsaales in Japan.

Hans Hellsten, geb. 1958 in Helsingborg, ist Professor für Orgelspiel an der Musikhochschule in Malmö. Eine umfassende Konzertwirksamkeit hat ihn in die meisten europäischen Länder, in die USA und nach Canada geführt. Gleichwohl bekennt er: "Nichts ist dem Spielen eines guten Chorals mit einer enthusiastischen Gemeinde vergleichbar." Von 1987 - 1991 war er als Kirchenmusiker in der Burlövs-Gemeinde bei Malmö tätig. 1982 schloss Hans Hellsten seine Studien bei Marie-Claire Alain am Konservatorium in Rueil-Malmaison mit dem "Prix de Virtuosite" ab. Zu seinen übrigen Lehrern zählen u.a. Susan Landale, Nicholas Danby und Montserrat Torrent. Seine Repertoire-Schwerpunkte liegen im lateinischen Barock, bei Joh. Seb. Bach und zeitgenössischer Orgelkunst, hier besonders bei Bengt Hambræus, dessen Orgelwerk er eingespielt hat. Bei db-productions sind zudem "Gothic Dreams" - ein Portrait der Genarps-Orgel im Malmö Museum - erschienen. Neben seiner Konzert- und Unterrichtstätigkeit ist Hans Hellsten auch als Orgelsachverständiger sowie als Konzert- und Festivalproduzent gefragt.

Markku Hietaharju ist einer der führenden Organisten Finnlands und absolvierte 1986 seine Studien unter Kari Jussila an der Sibelius--Akademie in Helsinki. Sein Debutkonzert im Rahmen des Orgelfestivals in Helsinki legte er 1987 im dortigen Dom ab. Von 1989 - 90 studierte er bei Martin Haselböck an der Lübecker Musikhochschule (Konzertexamen mit Auszeichnung). Als Preisträger mehrerer internationale Orgelwettbewerbe führt ihn ein rege solistische Konzerttätigkeit durch Skandinavien und Baltikum, nach Russland und in viele andere europäische Länder (u.a. Festivals in Lahti, St. Petersburg, Riga, Gøteborg und Wiener Festwochen). Regelmässige Radio- und CD-Aufnahmen. Organist der Meilahti-Kirche in Helsinki und Leiter einer Orgelklasse an der Sibelius-Akademie.

Michael Gaillit, geb. 1957 (Mag. artium). Studien an der Wiener Musikuniversität bei Hilde Langer-Rühl, Alexander Jenner (Klavier) und Herbert Tachezi (Orgel). Hauptorganist an der Wiener Augustinerkirche (Künstlerischer Leiter des dortigen Festival Orgelkunst), Leiter einer Konzertfach-Klasse Orgel am Konservatorium der Stadt Wien. Vertragslehrer für Klavier an der Hochschule für Musik, Wien. Seit 1981 Gastprofessor an der DePauw University, Indiana, USA. Einladungen zu internationalen Orgelfestivals in den meisten europäischen Ländern und Nord- und Südamerka. Seit 1984 in den USA regelmäßig Orgel- und Klavierabende sowie Meisterkurse. Solistische Mitwirkung bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehproduktionen und Live-Aufnahmen sowie bei Orchesterkonzerten (Radio-Symphonieorchester Wien, Wiener Symphoniker, Wiener Philharmoniker, Berliner Philharmoniker, Münchner Philharmoniker, Concertgebouw Orkest und Chamber Orchestra of Europe). Zahlreiche Schallplatten- und CD-Aufnahmen, solistisch und mit Orchester. Homepage