Die Musiker in 2010

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Andreas Böhlen und Takashi WatanabeAndreas Böhlen (*1983) erhielt seinen ersten Blockflötenunterricht bei Adele Weikelt in Norden und anschließend für 10 Jahre bei Ulrike Petritzki an der Hochschule für Künste Bremen. 2001 wechselte er als Jungstudent an die Hochschule für Musik Köln zu Günther Höller und Dorothee Oberlinger. Daneben Unterricht bei Susanna Borsch, Amsterdam. Von 2003 bis 2007 studierte er in Amsterdam bei Walter van Hauwe und Paul Leenhouts (Bachelorexamen „mit Auszeichnung“). 2007/2008 Musikwissenschaftsstudium in Bologna. Zurzeit lebt und studiert er in Basel historischer Improvisationspraxis und Jazzsaxophon (Master). Er ist mehrfacher erster Preisträger bei Jugend musiziert, Jugend jazzt, den Internationalen Blockflötentagen Engelskirchen, dem Vriendenkrans Concours (Amsterdam) und dem Van Wassenaer Concours (Den Haag). Zahlreiche Konzerte in Deutschland, Italien, Österreich, Spanien, UK, Polen, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Japan, Australien und den USA. Rundfunkaufnahmen für den NDR, den Deutschlandfunk, 3FM Melbourne, NHK (Japan) und ABC Classics in Australien. Neben der Blockflöte widmet sich mit besonderer Liebe dem Jazz-Saxophon, studierte am Amsterdamer Konservatorium Jazz-Saxophon bei Jasper Blom, Ferdinand Povel und Dick Oatts und spielte bis 2008 Leadsaxophon im Bundesjazzorchester. Seine wiederholten Auftritte bei der Nachtorgel zählen zu den Höhepunkten der Veranstaltungsreihe. www.andreasboehlen.de


Andreas Böhlen und Takashi Watanabe

Takashi Watanabe wurde in Nagano, Japan, geboren, schloss sein erstes Studium am Tokyo College of Music ab (Hauptfach Klavier) und setzte darauf sein Studium am Toho College of Music fort (Hauptfach Cembalo). Mit 20 begann er, sich mit dem Cembalo auseinanderzusetzen und schon zwei Jahre darauf konnte er den Alte Musik Wettbewerb in Japan gewinnen, worauf sich weitere Preise und Auszeichnungen anschlossen. Nicht nur als Solist, sondern auch als Continuospieler ist er in vielen Ensembles aktiv wie z.B. dem Orchestra Symposion Japan (Premiere in Japan auf historischen Instrumenten von Mozarts Die Schuldigkeit des Ersten Gebots). Von 2002 bis 2005 studierte er in der Meisterklasse von Bob van Asperen am Conservatorium van Amsterdam. Daneben nahm er an verschiedenen Meisterkursen teil, z.B. in Antwerpen bei Jos van Immerseel und in Sant Feliu de Guíxols bei Pierre Hantaï. Darüber hinaus ist Takashi Watanabe als Dirigent und musikalischer Leiter des Händel Festival Japan aktiv und dirigierte dort mit großem Erfolg Acis und Galatea, La Resurrezione, Die Wahl des Herkules und Herkules. Seit 2005 wohnt Takashi in Pavia (Italien) und studiert historische Orgel bei Lorenzo Ghielmi. In 2004 gewann sein Ensemble Ricreation d’Arcadia den Bonporti Wettbewerb in Rovereto (Italien). darcadia.blogspot.com


Dorothee Mields„Beglückend, bezaubernd, verführerisch der schlechthin schwerelose Gesang von Dorothee Mields - so ohne jegliche Beschwernis souverän durch eine schwierige Kantate wie „Ich bin vergnügt in meinem Glücke“ steuern zu können, muss eine erfüllende Erfahrung für die Interpretin sein.“ (Rondo – 6/2008). Dorothee Mields gilt schon heute als Star der Alten-Musik-Szene, aber auch zeitgenössische Kompositionen spielen zunehmend eine Rolle in ihrem künstlerischen Schaffen. Ihr breit gefächertes Repertoire reicht von Monteverdi, Bach und Mozart bis hin zu Boulez, Grisey und Beat Furrer. Sie studierte in Bremen bei Elke Holzmann und in Stuttgart bei Julia Hamari. Heute belegt eine stetig anwachsende Diskographie mit über 40 zum Teil preisgekrönten Einspielungen ihre rege Konzerttätigkeit. Zahlreiche internationale Rundfunkstationen und CD-Label (Sony Classical, BIS, Harmonia Mundi, cpo, Carus) produzieren mit ihr. 2008 Preis der Deutschen Schallplattenkritik für bei Sony erschienene CD von Dorothee Mields und Hille Perls Gambenensemble mit Werken von Dowland unter dem Titel „In Darkness let me Dwell“. Dorothee Mields ist gern gesehener Gast internationaler Festspiele wie Bach-Fest Leipzig, Boston Early Music Festival, Festival van Vlaanderen, Wiener Festwochen, Händel-Festspiele Halle und Göttingen und Tanglewood Festival. Als Solistin arbeitet sie regelmäßig mit dem Collegium Vocale Gent, Bachcollegium Japan, Nederlandse Bachvereiniging, Klangforum Wien, und Dirigenten wie Ivor Bolton, Beat Furrer, Paul Goodwin, Martin Haselböck, Philippe Herreweghe, Gustav Leonhardt, Masaaki Suzuki und Jos van Veldhoven zusammen. “Dorothee Mields is radiant” (Gramophone – 10/2009).


Ludger RémyDer aus Kalkar am Niederrhein stammende Ludger Rémy zählt zu den wenigen Musikern, bei denen sich Theorie und Praxis wirklich glücklich verbinden. Zu seinen Leidenschaften nennt er denn auch an erster Stelle „Geschichtsforschungen“. Nach einem Cembalostudium an der Freiburger Musikhochschule studierte er bei Kenneth Gilbert in Paris. Er ist Professor für Alte Musik an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Eine ausgedehnte Konzerttätigkeit als Cembalist, Hammerklavierspieler und Dirigent führte in durch ganz Europa. Er gilt international als einer der führenden Dirigenten bei der Wiederbelebung und Wiederentdeckung älterer deutscher Musik und hat viele Rundfunk- und Plattenaufnahmen gemacht, die wichtige CD-Preise erhalten haben: u. a. Nominierunge und Preis für den Cannes Classical Award 1997 und 1998. Als Dirigent „Preis der Deutschen Schallplattenkritk“ 3/2000 und erneute Nominierung für den Cannes Classical Award 2001 (Telemann: Der Tod Jesu). Als Cembalist u.a. „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ 1/2001 (Johann Jacob Froberger: Straßburger Manuskript). Erneut „Preis der Deutschen Schallplattenkritk“ 3/2003 als Dirigent und „Gramophone special edition Awards 2003“ und „Choc du mois 1/2005“ (CPE Bach: Gellertoden - „Le monde de la musique“). Ludger Remy war mehrfach Jurymitglied beim angesehenen Internationalen Cembalo- und Hammerclavierwettbewerb  anläßlich des Festival van Vlaanderen in Brugge (1995 bis 2007). www.ludger-remy.com


JOSÉ L. GONZÁLEZ URIOLJOSÉ L. GONZÁLEZ URIOL gilt als der bedeutendste spanische Organist seiner Generation und war wiederholt bei der Dornumer Nachtorgel und dem Krummhörner Orgelfrühling mit großem Erfolg zu Gast. Er ist Professor am Conservatorio Superior de Música Zaragoza sowie Titularorganist der historischen Orgel von 1692 im "Patio de la Infanta". Nach dem Konzertreifediplom mit Auszeichnung am königlichen Konservatorium in Madrid und einer Kapellmeisterausbildung bei Igor Markevitch erweiterte er sein Wissen um die Interpretation und Aufführungspraxis alter Musik durch Kurse bei M. Torrent, M. S. Kastner, L. Tagliavini, G. Leonhardt und M. Radulescu. Als Spezialist für altspanische Musik wirkte er an zahlreichen internationalen Festivals mit. Seine rege Konzerttätigkeit und zahlreichen CD's förderten das Interesse an der traditionsreichen Musik seines Landes. Einladungen an die wichtigsten Musikzentren auf allen fünf Kontinenten. 1992 Auszeichnung mit der Goldmedaille der „Cortes de Aragón“ und dem Verdienstkreuz des Königs "Alfonso X, el Sabio" durch den Spanischen Staat. Er ist Ehrenorganist der historischen Orgel der Kathedrale San Salvador (La Seo) von Zaragoza.“ Als Gründungsmitglied der Abteilung für Alte Musik der Institution "Fernando el Catolico", sowie als Direktor des Festivals von Daroca und als Konsulent der Musikzeitschrift "Nassare" engagiert er sich für die Erhaltung und Verbreitung von alten sowie unbekannten Meisterwerken. Seine Einspielung der Orgelwerke Antonio de Cabezóns bei Motette an historischen Orgeln in Europa gilt als Referenzeinspielung.


Bas de VroomeDer niederländische Organist Bas de Vroome studierte Orgel und Kirchenmusik am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam und Carillon an der niederländischen Carillonschule in Amersfort. Er gewann acht erste und zweite Preise u.a. bei den internationalen Festivals in Deventer (1981), Nimegen (1984), St. Albans (1987), und Roselaire (1989). 1994 gewann er außerdem den zweiten internationalen Carillon-Wettbewerb in Groningen. Bas de Vroome ist Organist der reformierten Kirche an den historischen romantischen Orgeln in der Nieuwe Kerk (Bätz 1839) und der Oude Kerk (Witte 1857) in Delft. Seit 1994 unterrichtet er Orgelspiel und Methodik am Rotterdammer Konservatorium. Er ist außerdem Carilloneur in Vlaadingen, Rijnsburg und Spijkernisse. Seine beiden Konzerte beim 2. Krummhörner Orgelfrühling 2002 und der Dornumer Nachtorgel 2003 und 2005 wurden von Publikum und Kritik mit Begeisterung aufgenommen. Piet Kee nannte ihn einen der „geistvollsten Spieler seiner Generation“.


Claudio AstronioClaudio Astronio ist ein äußerst vielseitiger Musiker, als Cembalist, Organist und Dirigent. In letzter Zeit dirigiert er zunehmend sein Alte-Musik-Ensemble “Harmonices mundi” und tritt bei den wichtigsten Festivals in Europa, den USA, Japan und Canada auf. Dabei hat er mit Musikern wie Gordon Murray, Doron Sherwin, Max Van Egmond, Dan Laurin, Gemma Bertagnolli, Federico Guglielmo, Susanne Ryden, Yuri Bashmet und Gustav Leonhardt zusammen musiziert. Viele Rundfunk- und Fernsehaufnahmen auf der ganzen Welt und zahlreiche Auszeichnungen seiner CD-Einspielungen belegen das hohe künstlerische Niveau seiner Arbeit. 2007 debütierte er als Operndirigent mit Glucks“ Orfeo e Euridice“ beim Ravenna Festival unter der Regie von Graham Vick und der getanzten Matthäus-Passion unter der Choreographie von Ismael Ivo. Zu seinem musikalischen Interessengebiet gehören aber auch Jazz und Unterhaltungsmusik. Kürzlich erschien die crossover CD „Coplas a lo divino“ mit der Jazzsängerin Maria Pia de Vito, mit Michel Godard und Paolo Fresu. Claudio Astronio wurde zu Meisterkursen in Europa, USA und Japan eingeladen und unterrichtet derzeit Cembalo und Orgel am Antonio-Vivaldi-Institut für Alte Musik in Bozen. Seine preisgekrönte Gesamteinspielung der Orgelwerke Cabezóns wurde kürzlich wiederaufgelegt. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des Festivals für Alte Musik „Antiqua“ in Bozen. www.astronio.com


Imke DavidSchon mit 5 Jahren spielte Imke David die erste Gambe im Gambenensemble der Familie David. Nach ihrer Schulzeit, geprägt von Malerei und Musik, vervollkommnete sie ihr Spiel auf der Viola da gamba bei Jordi Savall an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel. Seitdem ist sie Ensemblemitglied bei Savalls Hesperion XXI, wirkt in Opernaufführungen mit Rene Jacobs bei Concerto Vocale mit und wird von vielen namhaften Ensembles als Spezialistin für Lira da gamba neben der Viola da gamba eingeladen. Sie ist Preisträgerin des renommierten Wettbewerbs in Brügge. Im eigenen Orfeo-Verlag hat sie ihr Buch über die Lira da gamba herausgegeben. Zusammen mit ihrem Bruder, dem Zinkenisten und Gambisten Gebhard David, hat sie das Ensemble Consort of Seaveral Friends gegründet, das sich für die frühbarocke Musik begeistert. Für spätere Barockmusik arbeitet sie mit Peter Holtslag (Flöte) und Carsten Lohfs (Cembalo) zusammen. Einen Abstecher zu zeitgenössischer Musik, wie sie auf ihrer modernen Gamben-CD „For Seven strings“ präsentiert, war eine weitere Station, wobei sie Themen, Klangfarben und Spielweisen aus der Alten Musik einfließen ließ. Ihr großes Interesse gilt dem umfangreichen Repertoire der Solomusik für Gambe aus drei Jahrhunderten. Für die Zukunft plant sie Soloauftritte mit dem Lautenisten Björn Colell. Nach einer Dozentur an der Escola Superior de Musica de Catalunya in Barcelona gibt sie nun im Rahmen ihrer Professur ihr Können und Wissen an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar an ihre Studenten weiter.


Christoph Bossert

Mit seiner immensen Ausdruckskraft ist Christoph Bossert ist einer der bemerkenswertesten Musiker seiner Generation. 1957 in Schwäbisch Hall geboren studierte er ab 1978 an der Musikhochschule Stuttgart Orgel bei Werner Jacob, Cembalo bei Kenneth Gilbert und Komposition bei Ulrich Süße sowie Helmut Lachenmann und später bei Luigi Ferdinando Tagliavini in Fribourg/Schweiz Orgel, Cembalo und Musikwissenschaft. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1. Preis der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (1979), Stipendien durch die Studienstiftung des deutschen Volkes und das Land Baden-Württemberg, Preisträger der Lili Boulanger Memorial Fund. Inc. Boston (1989). Ernennung zum Kirchenmusikdirektor (1998). Nach Lehrtätigkeiten an den Musikhochschulen Stuttgart, Esslingen und Trossingen ist er seit 2007Professor für Orgel und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Würzburg. Intensive Konzerttätigkeit in ganz Europa sowie Nord- und Südamerika, Japan und Korea. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen (u.a. Intercord / EMI, ARS MUSICI, ORGANUM-Musikproduktion). Juror in internationalen Wettbewerben. Autor zahlreicher musikwissenschaftlicher Studien; Kompositionsaufträge durch Rundfunkanstalten und renommierte Festivals. Berater international bedeutsamer Orgelbauprojekte. Hauptinitiator des von der EU seit Oktober 2005 geförderten Projekts „OrganExpert“ zur Entwicklung und Erprobung eines neuen Master-Studienganges. Initiator internationaler Veranstaltungen für Neue Orgelmusik an der Musikhochschule Trossingen. Mitinitiator der John-CageStiftung Halberstadt. 2003 Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Klausenburg. Künstlerischer Leiter der Internationalen Max-Reger-Biennale Giengen/Brenz www.hfm-wuerzburg.de


Gudrun Sidonie OttoDie Sopranistin Gudrun Sidonie Otto begeisterte das ostfriesische Konzertpublikum im letzten Jahr durch ihre Auftritte beim Krummhörner Orgelfrühling und dem Musikalischen Sommer. Sie studierte an der HfM Franz Liszt in Weimar bei H. Bante und M. Hoff und gilt seither als hellaufgehender Stern am Sängerhimmel. Ihre Ausbildung ergänzte sie u. a. durch Unterricht bei Klessie Kelly, Richarda Merbeth, Renate Biskub, Mira Zakai und Dorothee Mields. Während ihres Diploms 2004 sang sie als Stipendiatin an der Komischen Oper Berlin. Es folgte bis 2006/7 im Alter von 24 Jahren ein Festengagement als Solistin an den Landesbühnen Sachsen. Gastspiele führten sie u. a. an die Staatsoper Hannover, das Staatstheater Nürnberg, Gärtnerplatztheater München, Opernhaus Halle, Theater Würzburg, Theatre de Picardie/France, die Grand Opera Luxembourg und das Staatstheater Schwerin. 2007 wurde sie 1. Preisträgerin des intern. Gesangswettbewerbs Kammeroper Schloss Rheinsberg, 2008/9 Stipendiatin der Vössing-Stiftung. Die junge Sopranistin ist sehr aktiv im Bereich Alte Musik, wo sie u. a. eng mit Cantus Thuringia, dem Ensemble Amarcord und dem Balthasar Neumann Ensemble zusammenarbeitet. 2009/10 sind in diesem Bereich mehrere CDs mit ihr erscheinen. Mit dem Hammerflügelspieler Wolfgang Brunner ist gerade eine Solo-CD mit Mendelssohn-Liedern bei Hänssler-Profil erscheinen. Gudrun Sidonie Otto ist bei namhaften Festivals im In-und Ausland zu hören, z.B. Oregon-Bach Festival, Hollandfestival Amsterdam, Schleswig-Holstein-Musik-Festival, Europäisches Musikfest Stuttgart. Außerdem ist sie ständiger Gast bei den Händel-Festspielen Göttingen und Halle, sowie allen namhaften Bachwochen. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Robert Griton, Helmuth Rilling, Thomas Hengelbrock, Enoch zu Guttenberg, Peter Gülke und Gabriel Fels, verbunden mit CD-, Funk- und Fernsehaufnahmen. 2011 wird sie bei den Salzburger Festspielen zu hören sein. www.sidonie.at


Wolfgang BrunnerWolfgang Brunner studierte von 1977-81 Schulmusik an der Musikhochschule München und 1982-86 Klavier bei Hans Leygraf am Mozarteum Salzburg, von 1985-89 Cembalo bei Liselotte Brändle, Kenneth Gilbert und Glen Wilson, Hammerklavier bei Eckart Sellheim und Richard Fuller sowie Historische Aufführungspraxis bei Nikolaus Harnoncourt. Seit 1985 unterrichtet er Historische Tasteninstrumente, Generalbaß, Klavier, Klavierimprovisation und -didaktik am Mozarteum, 1990-92 ebenso Hammerklavier an der Musikhochschule Karlsruhe. 1988 Erster Preisträger des Internationalen C.P.E. Bach Wettbewerbes Hamburg in den Kategorien Cembalo und Hammerklavier, Hammerklavierpreis der deutschen Grammophongesellschaft. 1989 Erster Preisträger des Internationalen Mozartwettbewerbes Brügge in der Sparte Hammerklavier. Seit 1989 gastierte er bei fast allen bedeutenden europäischen Festivals für Alte Musik (u.a. Utrecht, Brügge, Herne) und gilt heute als einer der führenden Spezialisten seiner Generation. 1991 gründete er das Ensemble "Salzburger Hofmusik", das sich hauptsächlich mit der Musik des 17. - 19. Jahrhunderts auf Originalinstrumenten beschäftigt. Unter Wolfgang Brunners Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen befinden sich zahlreiche Ersteinspielungen. Nebenbei beschäftigte sich W. Brunner viele Jahre mit Tanzwissenschaft und Tanzgeschichte. In diesem Zusammenhang studierte er Musik- und Theaterwissenschaft, sowie Volkskunde in München und Salzburg, war 1983-88 Lehrbeauftragter für historischen Tanz und veröffentlichte Aufsätze und Lexikonartikel www.hofmusik.at


Andreas LiebigAndreas Liebig (geb. 1962 in Gütersloh), nach Kirchenmusikstudium in Herford von 1983–89 Orgel-, Klavier- und Musiktheoriestudium an der Stuttgarter Musikhochschule u.a. bei Ludger Lohmann, Adu Frederica Faiss, Heinrich Deppert und Helmut Lachenmann, in Paris bei Daniel Roth, in Lübeck bei Martin Haselböck und in Freiburg bei Zsigmond Szathmáry. 1988 Auszeichnung mit ersten Preisen bei den internationalen Orgelwettbewerben in Dublin und Odense. Lehraufträge für künstlerisches Orgelspiel an den Musikhochschulen in Lübeck und Oslo. Kantor und Organist in Dänemark und Norwegen, Leitung mehrerer erfolgreicher Festivals und Konzertreihen, u.a. des Brahms-Festivals Lübeck und des Krummhörner Orgelfrühlings. Von 1996-2001 Kantor an der Sagene kirke, der sog. Nordkantkatedrale in Oslo. Leitung des Osloer Bach Ensembles. Rege Konzerttätigkeit, CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie Meisterkurse in vielen europäischen Ländern, in Asien und den USA mit umfangreichem Repertoire vom Robertsbridge Codex bis zur Avantgarde. Vielbeachtete CD-Aufnahmen an den historischen Orgeln in Groningen, Trondheim und Oelinghausen. Jury-Mitglied internationaler Wettbewerbe. www.andreasliebig.org



AART BERGWERFFAART BERGWERFF ist einer der bedeutendsten niederländischen Organisten seiner Generation und hat bereits zweimal mit großem Erfolg bei der Dornumer Nachtorgel konzertiert. Er studierte Orgel, Chorleitung und Kirchenmusik am Rotterdamer Konservatorium bei André Verwoerd und Barend Schuurman. Danach setzte er sein Orgelstudium bei Harald Vogel in Bunde und bei Marie-Claire Alain in Paris fort, wo er sein Studium mit dem "Prix de la Virtuosité" abschloss. Am Königlichen Konservatorium in Den Haag studierte er Improvisation bei Bert Matter und errang den "Vermerk Orgelimprovisation". Aart Bergwerff ist Preisträger der internationalen Orgelwettbewerbe in Brugge (1985), Lausanne (1987) und Groningen (1989). Seit 1990 ist er Kantor und Organist der Evangelisch-lutherischen Kirche in Den Haag und damit Stammspieler auf der historischen Bätz-Orgel von 1762. Seit 1994 ist Aart Bergwerff Professor für Orgel an Codarts, der Hochschule für Musik und Theater in Rotterdam. Daneben doziert er auch über Orgelbau und -geschichte. Er ist Orgelsachverständiger der holländischen reformierten Kirche und begleitet in dieser Eigenschaft viele Restaurierungen historischer Orgeln. Als Organist und Cembalist ist er Mitglied des Concertgebouw Kammerorchesters. Für das Label Cygnus hat er drei CD’s mit Orgelwerken von Bach und Mendelssohn Bartholdy eingespielt. Auf seinem eigenen Label Art Unorganized hat er eine Serie mit Aufnahmen kürzlich restaurierter Orgeln unter dem Titel Organum Renovatum veröffentlicht. Für seine Verdienste um die französische Orgelkultur verlieh ihm die Société Académique 'Arts, Sciences et Lettres' die Silberne Medaille. www.aartbergwerff.nl www.aartbergwerff.nl